Das Königreich Bhutan hat innerhalb einer Woche Bitcoin im Wert von 22,4 Millionen Dollar verschoben. Die Transaktionen gingen an den Singapur-basierten Market Maker QCP Capital. Während Bitcoin rund 44 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, geben Experten Entwarnung.
- Bhutan transferiert 285 BTC an institutionelle Market Maker
- Zwei Transaktionen innerhalb von fünf Tagen erfasst
- Analysten sehen routinemäßige Treasury-Verwaltung statt Panikverkauf
Bhutan is selling Bitcoin. pic.twitter.com/WDuUQmBZsU
— Arkham (@arkham) February 4, 2026
Die staatliche Investmentgesellschaft Druk Holding Investments (DHI) bewegte am Mittwoch 184,03 BTC im Wert von 14,09 Millionen Dollar. Fünf Tage zuvor flossen bereits 100,82 BTC im Gegenwert von 8,31 Millionen Dollar ab. Die Blockchain-Analyseplattform Arkham Intelligence bestätigte beide Abflüsse.
Routine statt Notverkauf?
Peter Chung, Research-Chef bei Presto Research, ordnet die Transfers als normale Operation ein. „Die Summe ist nicht besonders groß“, erklärt Chung. „Wenn dieser Transfer zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden hätte, als der Markt nicht so stark gefallen wäre, hätte er vermutlich nicht diese Aufmerksamkeit erhalten.“
Die Bewegungen erfolgten, als Bitcoin erstmals seit November 2024 unter die 72 000-Dollar-Marke rutschte. Aktuell notiert BTC bei 71 299 Dollar – ein Tagesverlust von 6,1 Prozent. Vom Allzeithoch bei 126 080 Dollar im Oktober 2025 ist die Kryptowährung damit 44 Prozent entfernt.
Kleinere Tranchen als üblich
Analysten betonen, dass die verschobenen Beträge deutlich unter Bhutans typischen Liquidations-Tranchen von 50 Millionen Dollar liegen. Dies deutet darauf hin, dass es sich um strukturierte Produkte handeln könnte statt um direkte Verkäufe. Die zweite Transaktion ging direkt an Wallet-Adressen, die mit QCP Capital verbunden sind.
Das Himalaya-Königreich gilt als einer der aktivsten staatlichen Bitcoin-Holder weltweit. Durch Mining-Aktivitäten hat Bhutan erhebliche Krypto-Reserven aufgebaut. Die aktuelle Marktkorrektur scheint die Treasury-Strategie des Landes nicht grundlegend zu verändern – zumindest legen die Transaktionsgrößen diesen Schluss nahe.






