Berachain hat nach dem verheerenden Balancer-Exploit am 3. November alle verlorenen 12,8 Millionen Dollar zurückerhalten. Die Rettungsaktion gelang durch einen Netzwerk-Neustart und die Kooperation mit einem White-Hat-Hacker. Über 1.000 betroffene Nutzer erhalten ihre Gelder vollständig zurück.
- Berachain rettet 12,8 Millionen Dollar durch Chain-Halt und Hard Fork
- White-Hat-Hacker gibt gestohlene Gelder nach Verhandlungen zurück
- Balancer-Exploit kostete 128 Millionen Dollar über sieben Blockchains
We are happy to confirm that all funds (approx $12.8m) from the BEX / Balancer v2 exploit have been returned to the Berachain Foundation Deployer (https://t.co/HjCONAGpOZ). Chain is live.
— Berachain Foundation 🐻⛓ (@berachain) November 4, 2025
We'd like to thank the white hat who worked with us to make this happen – we'll ensure that…
Die Berachain Foundation verkündete am 4. November die vollständige Rückführung aller gestohlenen Assets. Sämtliche Gelder aus den betroffenen BEX-Pools befinden sich nun wieder im Deployer-Wallet der Foundation. Die Rettung erfolgte nur 24 Stunden nach dem Angriff.
Schnelle Reaktion verhindert Totalverlust
Berachain stoppte das Netzwerk unmittelbar nach Bekanntwerden des Exploits. Alle Swaps, Einzahlungen und Abhebungen wurden eingefroren. Die Validators initiierten einen Emergency-Hard-Fork, um die Wallet des Angreifers zu blockieren. Diese drastische Maßnahme ermöglichte später die Verhandlungen mit dem MEV-Operator hinter dem Hack.
Die Foundation kündigte eine mögliche Bounty für den kooperierenden White-Hat-Hacker an. Parallel dazu wurden zentrale Netzwerkfunktionen wie HONEY-Minting und Redemption reaktiviert. Ein Redistribution-System gleicht nun die Einlagen mit den ursprünglichen Wallet-Adressen ab.
Balancer-Schwachstelle traf sieben Chains
Der Angriff zielte auf Balancers V2 Composable Stable Pools. Ein Präzisionsfehler in der „manageUserBalance„-Funktion ermöglichte das Abschöpfen von 128 Millionen Dollar. Betroffen waren Ethereum, Arbitrum, Base, Optimism, Polygon, Sonic und Berachain. Mehr als die Hälfte der Beute wurde sofort in ETH konvertiert.
Balancer bot den Angreifern eine 20-Prozent-White-Hat-Bounty von 25,6 Millionen Dollar. Die Frist von 48 Stunden verstrich jedoch ohne Reaktion der Haupttäter. Trotz neun durchgeführter Audits des Vault-Systems gelang der Exploit. Die DeFi-Community diskutiert seitdem die Grenzen von Composability und Sicherheitsprüfungen.
Berachain nutzt als Cosmos-basiertes Layer-1-Netzwerk einen Proof-of-Liquidity-Konsens. Der hauseigene DEX BEX basiert auf einem Balancer-Fork und wurde dadurch zur Angriffsfläche. Der native BERA-Token verlor zunächst 10 Prozent an Wert, erholte sich aber nach der Recovery-Meldung vollständig.
Neben Berachain konnte auch StakeWise rund 20 Millionen Dollar zurückholen. Die beiden Fälle zeigen, dass schnelles Handeln und White-Hat-Kooperationen selbst bei dreistelligen Millionenverlusten Erfolg haben können. Doch die Debatte über DeFi-Sicherheit bleibt entfacht.



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