Das weltweite Interesse an „Alt Season“ ist in nur einer Woche drastisch gefallen. Während Bitcoin und Altcoins zuletzt Kursverluste hinnehmen mussten, hinterfragen Ökonomen und Analysten, ob Google-Suchtrends noch aussagekräftig für die Marktstimmung sind.
- Suchanfragen nach „Alt Season“ um mehr als 50 % eingebrochen
- Bitcoin und Altcoins korrigieren nach Rallye deutlich
- Experten zweifeln Aussagekraft der Google-Daten an

Google-Trend bricht ein
Laut Daten von Google Trends fiel das weltweite Suchinteresse für den Begriff „alt season“ von einem Höchstwert von 100 am 13. August auf nur noch 45 Punkte. Dieser Rückgang fiel mit einer Marktkorrektur zusammen, nachdem Bitcoin am 14. August ein neues Rekordhoch von 124 128 US-Dollar erreicht hatte.
Auch Altcoins wie Dogecoin und XRP gaben ihre Gewinne wieder ab. Beide Token verloren laut CoinMarketCap in den letzten sieben Tagen rund 11 %, nachdem sie zuvor zweistellig gestiegen waren.
War der Spike manipuliert?
Der Ökonom Alex Krüger äußerte Zweifel an der Authentizität des Suchanstiegs. „Ich frage mich, ob diese Daten korrekt sind, da der Ausschlag dramatisch und nur sehr kurz war“, erklärte Krüger auf X. Er deutete damit an, dass Bots die Ergebnisse beeinflusst haben könnten.
Zugleich verwiesen Marktbeobachter darauf, dass Suchtrends oft als Signal für FOMO und mögliche Tops gesehen werden. Doch diese Rolle scheint zunehmend fragwürdig.
Spielt „Alt Season“ noch eine Rolle?
Der Krypto-Analyst Cristian Chifoi verwies darauf, dass große Börsen wie Coinbase den Begriff zuletzt selbst befeuert hätten. „Meiner Meinung nach ist das kein guter Indikator für den Zyklus“, sagte Chifoi.
Auch institutionelle Entwicklungen wie Spot-ETFs für Bitcoin und Ethereum bieten Anlegern heute alternative Einstiege. Damit könnte der klassische Suchtrend „Alt Season“ an Bedeutung verlieren – oder längst ein Auslaufmodell sein.



