Bitmine setzt seinen aggressiven Ethereum-Akkumulationskurs fort und erwirbt weitere ETH im Wert von 49 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig warnt Chairman Tom Lee vor anhaltenden Liquiditätsproblemen bei Market Makern, die den Krypto-Markt belasten. Das steckt dahinter.
- Bitmine kauft 17.242 ETH trotz Marktvolatilität
- Gesamtbestand erreicht über 10 Milliarden USD
- Tom Lee warnt vor geschwächten Market Maker-Bilanzen
Bitmine has further bought 17,242 $ETH, worth $49.07M, from #FalconX and #BitGo.https://t.co/1vbYSuHbaphttps://t.co/s9hkSLhsCe pic.twitter.com/4nQbPLWrCO
— Onchain Lens (@OnchainLens) November 20, 2025
Bitmine hat erneut zugeschlagen. Laut Daten der Analysefirma Onchain Lens vom 21. November erwarb das Unternehmen weitere 17.242 Ethereum im Wert von rund 49 Millionen US-Dollar. Der Corporate-Holder besitzt damit nun etwa 3,5 Millionen ETH mit einem Gesamtwert von über 10 Milliarden US-Dollar.
Die Kaufstrategie bleibt unverändert. Bitmine nutzt Kapitalerhöhungen, Cash-Reserven und Staking-Erträge zur Finanzierung. Die Transaktionen laufen über große OTC-Desks wie FalconX und BitGo.
Akkumulation während des Preissturzes
Der Zeitpunkt wirkt mutig. Ethereum stürzte von Höchstständen über 4.000 US-Dollar Anfang Oktober auf unter 3.000 US-Dollar Mitte November. Bitmine behandelt die Kursrückgänge gezielt als Kaufgelegenheiten.
Das ursprünglich als Mining-Unternehmen gestartete Bitmine hat sich zu einem Digital-Asset-Treasury-Business gewandelt. Langfristig plant die Firma, etwa fünf Prozent des zirkulierenden Ethereum-Angebots zu halten. Nach Strategy ist Bitmine bereits der zweitgrößte Corporate Crypto-Holder weltweit.
Market Maker kämpfen mit Bilanzproblemen
Tom Lee, Chairman von Bitmine und Co-Founder von Fundstrat, sieht die aktuelle Marktschwäche in einem größeren Kontext. In einem CNBC-Interview am 20. November erklärte er, dass Market Maker noch immer unter dem Crash vom 10. Oktober leiden.
„Sie haben ein Loch in ihrer Bilanz“, so Lee. Der Oktober-Crash löste Zwangsliquidationen von etwa 20 Milliarden US-Dollar aus. Market Maker reduzierten daraufhin ihre Aktivitäten drastisch, um Kapital freizusetzen. Einige Firmen schrumpfen ihre Bilanzen weiter, um sich von dem Einbruch zu erholen.
Sechs Wochen Liquiditätsdruck
Lee vergleicht die aktuelle Phase mit einem ähnlichen Ereignis aus 2022, das etwa acht Wochen zur Stabilisierung benötigte. Der Markt befindet sich nun in der sechsten Woche dieses Prozesses. „Es könnte noch ein paar Wochen dauern“, ergänzte Lee, bis der Druck nachlässt.
Bitcoin und Ethereum fungieren dabei als Frühindikatoren der Liquiditätsverknappung. Lee erwartet eine Verbesserung der Bedingungen, sobald Market Maker ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen.
Bitmine zeigt sich von der Marktsituation unbeeindruckt. Das Unternehmen betrachtet Ethereum als Kernbestandteil von DeFi, Smart Contracts und Tokenisierung. Die kontinuierlichen Käufe signalisieren starkes Vertrauen in die langfristige Entwicklung des Assets – unabhängig von kurzfristigen Liquiditätsengpässen.





