Thailändische Behörden haben einen 33-jährigen Südkoreaner verhaftet, der über 50 Millionen Dollar in Kryptowährungen für eine Call-Center-Bande in Gold gewaschen haben soll. Der Mann konvertierte systematisch Betrugserlöse in Goldbarren und verschleierte so die Herkunft der Gelder.
- 47,3 Millionen USDt zwischen Januar und März 2024 gewaschen
- Call-Center-Betrug mit falschen Renditeversprechen von 30-50 Prozent
- Bereits zehn weitere Verdächtige des Netzwerks verhaftet
Thai police have arrested a 33-year-old South Korean man for allegedly laundering cryptocurrency for call-centre gangs by converting it into gold bars, with transactions worth more than 1.6 billion baht over a three-month period.
— Bangkok Post (@BangkokPostNews) August 23, 2025
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Die Technology Crime Suppression Division (TCSD) nahm Han am Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi fest. Gegen den 33-Jährigen liegt ein Haftbefehl seit Februar vor.
Die Anklagen umfassen Betrug, Computerkriminalität und Geldwäsche. Zudem wird ihm die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
Wie funktionierte das Betrugsschema?
Das Call-Center-Netzwerk lockte seit Anfang 2024 Opfer mit vermeintlichen Investmentmöglichkeiten. Die Betrüger versprachen Renditen zwischen 30 und 50 Prozent.
Anfangs erhielten Anleger tatsächlich Auszahlungen. Diese sollten Vertrauen schaffen und zu höheren Einzahlungen animieren.
Sobald größere Summen investiert waren, blockierten die Täter Abhebungen. Als Begründung nannten sie angeblich nicht erfüllte Anforderungen seitens der Investoren.
Von Krypto zu Gold in Millionenhöhe
Han arbeitete für ein südkoreanisches Unternehmen, das Kryptowährungen in Goldbarren umwandelte. Er verwaltete Krypto-Konten, die Gelder der Betrugsopfer erhielten.
Die Ermittler stellten fest: Zwischen Januar und März 2024 flossen 47,3 Millionen USDt durch Hans Konten. Pro Geldwäsche-Runde wurden über zehn Kilogramm Gold im Wert von etwa einer Million Dollar bewegt.
Das Gold wurde von ausländischen Lieferanten gekauft und anschließend an das Betrügernetzwerk zurückgeschickt.
Taiwan meldet Rekord-Geldwäsche-Fall
Parallel dazu haben taiwanesische Staatsanwälte 14 Personen in einem separaten Krypto-Geldwäsche-Fall angeklagt. Mit über 70 Millionen Dollar und mehr als 1.500 Opfern gilt dies als größter Fall dieser Art in Taiwan.
Die Beschuldigten sollen Bargeld in Fremdwährungen getauscht und über die lokale Börse BiXiang Technology USDt gekauft haben. Anschließend transferierten sie die digitalen Vermögenswerte ins Ausland.
Han bestreitet Teile der Vorwürfe, bleibt aber in Untersuchungshaft. Die thailändische Polizei ermittelt weiter gegen das internationale Netzwerk.



