Coinbase und OKX dringen in Australiens gigantischen Pensionsmarkt vor und setzen darauf, dass Kryptowährungen dauerhaft Fuß fassen werden. Die selbstverwalteten Rentenfonds verzeichnen bereits einen Anstieg der Krypto-Holdings um das Siebenfache seit 2021.
- Coinbase und OKX entwickeln Krypto-Produkte für australische Rentenfonds
- Krypto-Bestände in selbstverwalteten Fonds steigen auf 1,7 Milliarden Dollar
- 500 Investoren stehen bereits auf Coinbase-Warteliste

Die beiden Krypto-Börsen bereiten Anlageprodukte für selbstverwaltete Rentenfonds vor, die etwa ein Viertel von Australiens 4,3 Billionen Dollar schwerem Pensionspool ausmachen. Diese Fonds ermöglichen es Einzelpersonen, ihre eigenen Renteninvestitionen zu verwalten.
Laut Steuerbehörde hielten die selbstverwalteten Fonds bereits 1,7 Milliarden Dollar in Kryptowährungen – ein Anstieg um das Siebenfache seit 2021.
Coinbase plant Service-Launch in den kommenden Monaten
Coinbase will seinen Rentenfonds-Service in den kommenden Monaten starten. Bereits über 500 Investoren stehen auf der Warteliste. Umfragen zeigen, dass die meisten bis zu 100.000 Dollar in digitale Assets investieren wollen.
OKX führte einen ähnlichen Service bereits im Juni ein. Die Nachfrage übertraf die Erwartungen deutlich.
Beide Unternehmen bieten zusätzlich Beratung für Anleger an, die selbstverwaltete Fonds einrichten möchten. Sie verweisen an Steuerberater und Anwaltskanzleien, die bei den administrativen Kosten helfen.
Generationskonflikt bei Krypto-Adoption
Die Akzeptanz spaltet sich entlang der Generationen. Ältere Investoren fügen Krypto zu bestehenden Fonds hinzu, oft ermutigt durch jüngere Verwandte. Jüngere Australier eröffnen neue Fonds früher als in vergangenen Jahrzehnten.
Dennoch warnen Regulierer vor Zurückhaltung. Die australische Wertpapieraufsicht betont die Volatilität von Krypto-Assets. Große Allokationen könnten zu erheblichen Verlusten führen.
Die Steuerbehörde erinnert daran, dass Altersvorsorge Einkommen im Ruhestand sichern soll – keine spekulative Wette.
Der Vorstoß erfolgt während globaler Prüfungen von Krypto-Börsen. Im vergangenen Monat ordnete AUSTRAC an, dass Binances lokaler Ableger einen externen Prüfer ernennen muss. OKX zahlte 500 Millionen Dollar Strafe in den USA, Coinbase wurde in Großbritannien wegen riskanter Kunden belangt.
Mit Bitcoin auf Rekordhochs 2025 und US-Politik, die Rentenkonten für Krypto öffnet, könnte Australien zum Testfall werden – für den Übergang digitaler Assets von der Nische in traditionelle Pensionsportfolios.






