Südkoreas größte Kryptobörse Upbit meldet einen massiven Hackerangriff auf ihre Solana-Wallet. Unbekannte Täter erbeuteten digitale Assets im Wert von umgerechnet 37 Millionen US-Dollar. Es ist der schwerste Sicherheitsvorfall seit dem berüchtigten Ethereum-Diebstahl von 2019.
- Upbit verliert 54 Milliarden Won durch Solana-Hack
- Hacker transferieren SOL, USDC und diverse Memecoins
- Alle Solana-Ein- und Auszahlungen vorerst gestoppt
Die südkoreanische Kryptobörse Upbit ist Opfer eines koordinierten Cyberangriffs geworden. Hacker drangen in die Solana-Hot-Wallet der Plattform ein und übertrugen digitale Vermögenswerte im Wert von etwa 54 Milliarden südkoreanischen Won. Das entspricht rund 37 Millionen US-Dollar.
Der Angriff wurde am frühen Morgen gegen 4:42 Uhr koreanischer Zeit entdeckt. Sicherheitssysteme schlugen Alarm, als verdächtige Abhebungen registriert wurden. Die Hacker agierten dabei hochprofessionell und transferierten mehrere Token in einer einzigen abgestimmten Operation.
Welche Token wurden gestohlen?
Betroffen sind sowohl etablierte Solana-Projekte als auch Memecoins. Die Liste der entwendeten Assets umfasst Solana (SOL), den Stablecoin USDC sowie Render (RENDER), Pyth Network (PYTH), Raydium (RAY) und Jupiter (JUP). Hinzu kommen Jito (JTO), Orca (ORCA) und die Memecoins Bonk (BONK), Cat in a Dogs World (MEW) und Moo Deng (MOODENG).
Die gestohlenen Gelder wurden unmittelbar nach dem Diebstahl auf unbekannte externe Wallets verteilt. Experten beobachteten, wie die Vermögenswerte über verschiedene Blockchains bewegt wurden. Das erschwert die Rückverfolgung erheblich.
Größter Hack seit 2019
Für Upbit ist es der zweite schwerwiegende Sicherheitsvorfall nach dem Ethereum-Hack von 2019. Damals verlor die Börse rund 50 Millionen Dollar. Mit einem verwalteten Kundenvermögen von über 11 Milliarden US-Dollar zählt Upbit zu den bedeutendsten Kryptoplattformen Asiens.
Die Börse reagierte umgehend auf den Vorfall. Die kompromittierte Wallet wurde sofort isoliert. Sämtliche Einzahlungen und Abhebungen im Solana-Netzwerk wurden vorsorglich ausgesetzt. Upbit arbeitet mit Sicherheitsexperten zusammen, um das Ausmaß des Schadens zu analysieren.
Upbit wird von der südkoreanischen Firma Dunamu betrieben. Die Plattform steht unter verschärfter Beobachtung, nachdem sie bereits 2019 Ziel eines Großangriffs wurde. Der aktuelle Hack wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Hot Wallets bei großen Handelsplattformen auf.






