1,6 Mio. Dollar Bitcoin gestohlen: Familie 13 Stunden gefoltert

Folter-Attacke

1,6 Mio. Dollar Bitcoin gestohlen: Familie 13 Stunden gefoltert

1,6 Mio. Dollar Bitcoin gestohlen: Familie 13 Stunden gefoltert

Ein Hongkonger wurde in Kanada zu sieben Jahren Haft verurteilt, nachdem er an einem brutalen Überfall auf eine Familie in British Columbia teilnahm. Die Täter folterten die Opfer 13,5 Stunden lang und erbeuteten 1,6 Millionen US-Dollar in Bitcoin. Das Gericht sprach von einem „elaboriert geplanten“ Verbrechen.

  • Tsz W. C. zu 7 Jahren Haft verurteilt
  • Familie 13,5 Stunden lang gefoltert und erpresst
  • 1,6 Millionen Dollar Bitcoin gestohlen
PUBLICATION BAN PURSUANT TOSECTION 486.4(1) OF THE CRIMINAL CODE OF CANADA
Quelle: Canlii

Am Abend des 27. April 2024 drangen vier Männer in ein Haus in Port Moody ein. Zwei der Täter trugen Canada-Post-Uniformen, um Zugang zu erhalten. Die Angreifer fesselten den Ehemann, die Ehefrau und die minderjährige Tochter.

Waterboarding und sexuelle Gewalt

Die Täter waterboardeten die Frau vor den Augen ihres Ehemanns. Den Mann schlugen sie nackt und drohten mit weiterer Gewalt, falls er nicht seine Krypto-Konten freigebe. Die Tochter wurde gezwungen, sexuelle Handlungen zu simulieren.

Zunächst forderten die Angreifer 200 Bitcoin – damals etwa 26 Millionen US-Dollar wert. Die Summe reduzierten sie später auf 100 Bitcoin. Am Ende transferierten sie rund 1,6 Millionen US-Dollar.

Wochenlange Überwachung ging dem Überfall voraus

Das Verbrechen war laut Gerichtsdokumenten minutiös vorbereitet. Die Täter installierten Kameras außerhalb des Hauses und überwachten die Familie wochenlang. Ein Mann mit verzerrter Stimme koordinierte den Angriff per Telefon.

Die Tochter konnte am nächsten Morgen gegen 8 Uhr fliehen und alarmierte die Polizei. Ermittler identifizierten C. durch CCTV-Aufnahmen und DNA-Spuren. Er war bereits nach Hongkong zurückgekehrt, wurde jedoch bei seiner Rückkehr nach Kanada Monate später festgenommen.

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Opfer verloren jahrzehntelange Ersparnisse

Richter Robin McQuillan bezeichnete die Tat als „elaboriert geplant„. Die Familie beschrieb in Opfer-Aussagen die verheerenden Folgen. Der Vater erklärte, er habe Ersparnisse von Jahrzehnten verloren, die für mehrere Hypotheken und die Zukunft seiner Familie gedacht waren. Die Tochter gab an, sie fühle sich zu Hause nicht mehr sicher.

C., ein arbeitsloser Seemann und ehemaliger Kellner, erhielt etwa 50.000 US-Dollar für seine Beteiligung. Das Gericht ordnete die Rückzahlung an. Unter Berücksichtigung der Untersuchungshaft muss er noch fünf Jahre absitzen.

Wrench-Attacks nehmen weltweit zu

Der Überfall ist Teil eines globalen Trends sogenannter Wrench-Attacks. Dabei werden Bitcoin- und Krypto-Besitzer sowie ihre Familien gewaltsam zur Herausgabe digitaler Vermögenswerte gezwungen. Die Irreversibilität von Krypto-Transaktionen macht solche Raubüberfälle besonders lukrativ für Kriminelle.

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