Ein viraler Social-Media-Post behauptet, Satoshi Nakamotos Bitcoin-Vermögen von 112 Milliarden Dollar ließe sich mit nur 24 Wörtern entsperren. Galaxy Digital widerspricht dieser Darstellung vehement und erklärt, warum die Theorie technisch unmöglich ist.
- Galaxy-Analyst Alex Thorn entlarvt virale Behauptung als Falschmeldung
- Satoshis frühe Wallets nutzten noch keine Seed-Phrasen
- Bitcoin-Vermögen auf zahlreiche P2PK-Adressen verteilt
Fun fact:
— StarPlatinum (@StarPlatinumSOL) November 10, 2025
24 words in the right order can unlock 111 billion.
That fact should scare you. pic.twitter.com/GfMdVbPcKU
Ein kürzlich aufgetauchter Social-Media-Beitrag sorgt in der Krypto-Community für Aufsehen. Die Behauptung: Das Bitcoin-Vermögen von Satoshi Nakamoto im Wert von rund 112 Milliarden Dollar könne theoretisch mit nur 24 Wörtern entsperrt werden. „Diese Tatsache sollte Sie beunruhigen“, warnte der Verfasser seine Follower.
Galaxy Digital widerspricht entschieden
Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, reagierte unmissverständlich. Der Analyst bezeichnete den Post als „Fake News“ und „dummes Geschwätz“. Seine Argumentation ist technisch fundiert: Die frühen Bitcoin-Wallets generierten überhaupt keine 12- oder 24-Wort-Phrasen.
Der BIP-39-Standard, der es ermöglicht, einen Master-Seed in eine Wortliste zu kodieren, wurde erst 2013 eingeführt. Satoshi Nakamoto verließ das Bitcoin-Projekt jedoch bereits 2010. Seine Coins stammen aus einer Zeit, in der diese Technologie schlicht nicht existierte.
Kein einheitlicher Satoshi-Schatz
Entgegen weit verbreiteter Annahmen existiert kein einzelnes Wallet mit über einer Million Bitcoin. Das legendäre Vermögen des Bitcoin-Schöpfers verteilt sich über zahlreiche Pay-to-Public-Key-Adressen. Diese frühe Adressform unterscheidet sich grundlegend von modernen Wallet-Strukturen.
Die Konsequenz: Es gibt keine einzelne Seed-Phrase, die Satoshis gesamtes Vermögen entsperren könnte. Selbst theoretische Brute-Force-Angriffe würden ins Leere laufen, da die technischen Voraussetzungen für das unterstellte Szenario nie existierten.
Warum solche Mythen gefährlich sind
Thorn warnt vor den Folgen solcher Falschinformationen. Sie schüren unbegründete Ängste und verzerren das Verständnis der Bitcoin-Sicherheitsarchitektur. Die Realität ist komplexer – und sicherer – als es virale Posts suggerieren.
Die Debatte zeigt einmal mehr: In der schnelllebigen Krypto-Welt verbreiten sich Halbwahrheiten rasant. Fundierte Expertise bleibt unverzichtbar, um Fakten von Fiktion zu trennen.






