Ein Bitcoin-Nutzer hat am Dienstag für eine Transaktion von lediglich 10 US-Dollar eine Gebühr von über 105.000 Dollar gezahlt – knapp 1 BTC. Experten sprechen von einem außergewöhnlichen Fehler bei der Transaktionserstellung. Das steckt dahinter.
- Bitcoin-Nutzer zahlt 105.197 Dollar Gebühr für 10-Dollar-Transfer
- Durchschnittliche BTC-Gebühr liegt aktuell bei nur 0,91 Dollar
- Mining-Pool-CEO bestätigt „nicht-standardisierte Transaktionserstellung“

Am Dienstag ereignete sich auf der Bitcoin-Blockchain ein außergewöhnlicher Vorfall. Ein Nutzer überwies 0,00010036 BTC – umgerechnet etwa 10 US-Dollar – und zahlte dafür eine Transaktionsgebühr von mehr als 105.197 Dollar. Blockchain-Daten von Mempool bestätigen den Vorgang.
Wie konnte dieser Bitcoin-Fehler passieren?
„Es war definitiv eine nicht-standardisierte Art, eine Transaktion zu erstellen“, erklärt Nick Hansen, CEO des Mining-Pools Luxor. Die Krypto-Community auf X machte den Fall schnell publik. Normalerweise betragen Bitcoin-Transaktionsgebühren nur einen Bruchteil des gesendeten Betrags.
Aktuell liegt die durchschnittliche BTC-Gebühr bei 0,91 Dollar, wie Daten von BitInfoCharts zeigen. Mining-Pools hatten die Gebühren im Juli gesenkt, um die Blockchain-Aktivität anzukurbeln. Am Dienstag waren Bitcoin-Transfers für unter 0,30 Dollar möglich.
Mining-Experte: Nutzer war unaufmerksam
Scott Norris, CMO bei Omnes und CEO des Bitcoin-Miners Optiminer, stellt klar: Der Nutzer habe eindeutig nicht aufgepasst. Bei Bitcoin-Transaktionen zahlen User Gebühren an Miner, die Überweisungen verifizieren. Im Gegenzug erhalten die Miner neu geschürfte Token.
Bitcoin wird zunehmend als Zahlungsmittel eingesetzt, hat den Mainstream jedoch noch nicht erreicht. Die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung kämpft weiterhin um breite Akzeptanz im Alltag. Solche Gebührenfehler dürften das Vertrauen potenzieller Nutzer kaum stärken.






